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Traumhotels für wenig Geld - Claus Schweitzer (2005) "Die Inneneinrichtung sieht aus, als ob Philippe Starck bei Ikea shoppen
gegangen wäre", befand das amerikanische Reisemagazin "Travel & Leisure" und
meinte damit, dass die Betreiber Kevin Voigt und Thomas Masermann mit
relativ bescheidenen Mitteln ein höchst amüsantes Hotel schufen.
Die beiden funktionierten ein banales Bürohaus aus den Sechzigerjahren, das
früher der Firma Pfanni gehörte, in eine Drehscheibe der Mode-, Medien- und
Filmwelt um - und trugen dazu bei, dass sich das Gärtnerplatzviertel zum
Epizentrum des Münchner Szenelebens entwickeln konnte.
Das »Advokat«
unterscheidet sich von anderen hippen Hotels durch die Liebe zum Detail:
Neben dem Bett liegen zwei Bücher, auf dem Kopfkissen lacht ein roter Apfel,
im Edelstahlrahmen auf dem Schreibtisch steckt eine Schwarzweiss-Postkarte,
die täglich ausgetauscht wird. Fantastische Blumenarrangements, Kunstobjekte
und Schalen voller Obst bringen Farbe ins Haus, und sowohl der äußerst
aufmerksame Service als auch das Frühstücksbuffet lassen manche Münchner
Nobelabsteige irgendwie blass aussehen. |
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