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TOP München Magazin, 2008
Zu Gast bei Kevin Voigt-Masermann
Ein Hotelier und Gentlemann
Ganz gleich, ob Sie als Münchner im Hotel Admiral (vier Sterne in der Kohlstraße) oder im Advokat (drei Sterne in der Baaderstraße) ankommen: Sie verspüren ein leichtes Bedauern darüber, dass es keinen zwingenden Grund gibt, hier für ein paar Tage zu logieren. Und ab sofort gehören Sie zu der großen Schar derer, die durch überzeugte Mundpropaganda dafür sorgen, dass die beiden Hotels fast immer ausgebucht sind.
Mit gerade mal 30 Jahren hatte es den Hamburger Touristik-Kaufmann Kevin Voigt nach München gezogen – es war wohl Liebe auf den ersten Blick. Das Hotel Admiral wurde sein erstes „Projekt“ und gleichzeitig eine Herzensangelegenheit. Das sehr privat geführte Haus befindet sich in ständigem, leisen Wandel, bis es – wieder einmal – den Ansprüchen seines Besitzers gerecht wird. Kein Zimmer gleicht in seinem leicht barocken Touch dem anderen: ein absolutes Wohlfühlambiente für den Gast, der sich bei der Begrüßung durch den Herrn des Hauses sofort willkommen fühlt. Denn der hat für jede Frage, jedes Anliegen ein offenens Ohr , kein Problem ist zu gering, um es nicht engagiert und mit leichter Hand anzugehen. Oft werden Gäste zu lieben Bekannten, manchmal sogar zu Freunden.
Sollten Sie sich für Purismus begeistern und damit für den Stil der 60er Jahre: Im Hotel Advokat (von Hotelkritiker Heinz Horrmann unter die Top Ten der Designhotels in Deutschland gezählt) haben Sie ihr Domizil gefunden. Auch in diesem sachlich authentischen Ambiente sind Sie umgeben von selbstverständlicher Freundlichkeit und unaufdringlicher Fürsorge. Und hier wie dort fehlt das kleine Extra nie – sei es die überraschende Einladung zu einem (selbstverständlich kostenlosen) Tee am Nachmittag, das erfrischende Wasser an einem besonders heißen Tag oder der glänzend polierte Apfel, der dem Gast bei Betreten seines Refugiums entgegenleuchtet. Und als „Neuling“ sind Sie beim Auschecken angenehm überrascht, denn der Inhalt der stets wohl gefüllten Minibar steht hier kostenlos zur Verfügung und Ortsgespräche werden ebenfalls nicht berechnet. Und sollten Sie noch keine Pläne für den Nachmittag oder den Abend haben: Verlassen Sie sich getrost auf die perfekte Beratung und gehen Sie wohl gerüstet auf Entdeckungsreise im wunderschönen, immer wieder überraschenden und faszinierenden München.
Und einen perfekten Start in den neuen Münchner Tag hatten Sie sowieso: das – rein ökologische – Frühstück ist eine kleine Sensation, nicht nur, wenn es an sonnigen Tagen in dem wohl gepflegten Garten des Hotel Admiral serviert wird: köstlich duftendes, ofenwarmes Brot, knusprige Semmeln, hausgemachte Marmeladen, frische Früchte, zarter Schinken, aromatischer Tee oder Kaffee ...
Selbst die so arg bedrängten Raucher, die sich weltweit auf dem „Rückzug“ befinden, finden hier noch Verständnis, denn auch für sie stehen immer Zimmer zur Verfügung.
TOP München, 2007
Ein Hotelier - zwei Seelen
Kevin Voigt, Inhaber der Münchner Hotels Admiral und Advokat, im TOP
Interview.
Für einen jungen Hamburger hat sich Kevin Voigt in München erstaunlich gut
eingelebt. Mehr noch, die Münchner haben sich bei ihm gut eingelebt und
schicken eifrig ihre Freunde in seine Hotels. Allerdings: man hat ständig
die Qual der Wahl: Geht man in das Admiral, seit 1991 unter Voigts Ägide in
der Kohlstraße, oder doch ins Advokat, seit 1996 in der Baaderstraße?
Die beiden Hotels sich nur in ihrer Einzigartigkeit. Weniges versprüht im
Gärtnerplatzviertel mehr lässig-burgeoisen Charme als das Admiral und "tout
Munich" schwärmt vom minimalistischen Design des Advokat. Was für ein Mann
steckt hinter den Gegensätzen?
Herr Voigt, Sie haben gleich zwei Design-Hotels in München, das Advokat und
das Admiral, gibt's bald eine Nr.3?
In dieser Kombination ist das jetzt so perfekt, dass es nicht wirklich
geplant ist, es jetzt zu erweitern. Diese persönlich geführte Schine
funktioniert so wunderbar. Was wir gerne noch hätten wäre eine
Etagenpension. Das habe ich mal in Berlin kennen gelernt. In einer
Größenordnung, einer Grandezza, die wir hier in München auch gar nicht
kennen. Das war wirklich eine große Wohnung, das der man 20 Hotelzimmer
gemacht hat. Das ganze ist überhaupt nicht perfekt, aber von einem
unglaublichen Charme. Und es trifft so ein wenig unsere Philosophie hier,
dass man "nach Hause" kommt. Wenn man das jetzt noch im Gärtnerplatzviertel
realisieren könnte, irgendetwas mit 20 Zimmern, sehr überschaubar, sehr
klein, sehr unpretentiös, dann könnte ich mir das vorstellen. Das wäre auch
noch in der Nische in München, die so noch nicht besetzt ist, die man schön
kultivieren könnte.
Was zeichnet Ihre Hotels besonders aus?
Das ist ein Ziel von uns, unsrer Gäste als Freunde zu empfangen. Natürlich
müssen unsere Gäste, wenn sie abreisen, dennoch Ihre Rechnung bezahlen, aber
es werden eigentlich keine Extras abgerechnet, weil die Minibar inklusive
ist, die Ortsgespräche, auch mal der Tee hier in der Halle. Nicht
grundsätzlich, es gibt schon eine Preisliste, aber wir sind da sehr
großzügig und laden unsere Gäste gerne ein, sagen Ihnen: "Schön, daß ihr da
seid".
Wer sind Ihre Gäste?
Speziell im Advokat geht es um Menschen, die einfach Spaß haben, neue Dinge
zu entdecken. Man muss einfach sagen, dass München eine große Entdeckung ist
sogar für die Münchner und dass es die beste Empfehlung ist, diese Stadt
immer wieder neu zu entdecken.
Ihre beiden Hotels sind äußerlich recht gegensätzlich: Das Admiral schmückt
sich mit festiv-barockem Interieur, das Advokat ist puristisch im Stil der
60er Jahre schlagen zwei Herzen in Ihrer Brust?
Sehr gut erkannt. Genauso wohne ich zu Hause auch, aber man kann Extreme
wunderbar kombinieren. Jetzt haben wir also ein festlich barockes Zimmer und
ein sehr sachliches nebeneinander gestellt.
Was war ihr erstes prägendes Hotel-Erlebnis?
Wir waren mit meinen Eltern unterwegs und ich habe immer gequengelt im Auto:
lass uns doch ins Schlosshotel gehen. Und das haben meine Eltern dann einmal
gemacht und wir waren im Schlosshotel Fuschl danach mussten wir dann auf
dem Heuschober schlafen, weil das Budget erschöpft war.
Was könnte sich im Hotelgewerbe verbessern?
Es gibt natürlich unterschiedliche Bedürfnisse. Es gibt sehr seelenlose
Hotels, die auch ihre Berechtigung haben: für einen anonymen Aufenthalt, der
zu gar nichts verpflichtet. Das kann auch ganz angenehm sein dass man nur
übernachtet, nur duscht, wieder geht, ohne eine Spur zu hinterlassen. Dann
gibt es eben dieses andere Bedürfnis: Dass man wieder erkannt werden möchte,
dass man nach Hause kommen möchte, und das haben wir im Angebot und das kann
man als Gast in Anspruch nehmen oder man lässt sich eben auf ein völlig
anderes Experiment ein. Alle Hotels haben ihre Berechtigung, in allen
Variationen.
Sie wurden durch ein Touristik-Studium und im Hamburger Vier Jahreszeiten
geschult, welche Maxime der Luxus-Hotellerie brachten Sie mit in Ihre
Selbstständigkeit?
Mir haben Freunde erzählt, für sie ist das Wichtigste bei einem
Hotelaufenthalt, dass sie sich wohl fühlen und ihr Selbstwertgefühl
gestreichelt wird. Ich denke, das ist eine Zusatzqualifikation der gehobenen
Hotellerie ich sage absichtlich nicht Luxus-Hotellerie, das sind wir ja
nicht wir streben im Grunde dasselbe Ziel an: Es geht darum, dass man sich
wohler fühlt mit uns, als ohne uns.
TOP München, Sommer 2005
Admiral & Advokat - die beiden Hotels von Kevin Voigt voller Gegensätze und unverwechselbar
Gerade mal 30 Jahre jung, übernahm der Hamburger Kaufmann Kevin Voigt sein
erstes Hotel: das Münchner Admiral in der Kohlstraße, gegenüber dem
Patentamt. 33 Zimmer mit 55 Betten nannte er nun sein Eigen-Einrichtung
inklusive. Und dieses Ambiente unterlag einem ständigen, subtilen Wandel,
bis es den hochgesteckten Ansprüchen eines Kevin Voigt entsprach.
Dank Touristikstudium und feinem Gespür lief das Geschäft gut. So gut, dass
sechs Jahre später das nächste Hotel in unmittelbarer Nähe entstand: "Die
Räume in der Baaderstraße standen leer und bevor ein anderer mir Konkurrenz
macht, da habe ich lieber selbst zugegriffen." Im Advokat mit 50 Zimmern
ließen Kevin Voigt und sein Lebensgefährte ihren Einrichtungsphantasien
freien Lauf. Das Ergebnis: Design im Sechziger-Jahre-Look - die beiden
hätten auch Innenarchitekten werden können. Für den Reiseexperten und
Hotelkritiker Heinz Horrmann gehört das Advokat zu den Top Ten der
Designhotels in Deutschland.
So unterschiedlich die Einrichtung in den beiden Häusern ist, so
übereinstimmend (und hervorragend) sind der Service und das
Frühstücksbüfett. Morgenstund hat Gold im Mund, findet Kevin Voigt und ist
kurz nach sieben Uhr immer persönlich für seine Gäste da. Für die erste
Mahlzeit des Tages werden im Admiral und Advokat nur die feinsten und
leckersten Speisen aufgetischt: vom frischen Obst über selbst gemachte
Marmelade bis hin zum reichhaltigen Müsli und Backofen warmen Brotangebot.
Und der köstliche Schinken kommt frisch aus Italien. Alles öko-Produkte und
von erstklassiger Qualität: Das versteht sich. An sonnigen Tagen schmeckt
das Frühstück im Admiral besonders gut: Mitten in der City bewahrt das Hotel
ein kleines Juwel, einen traumhaften Garten, um den sich der Hotelbesitzer
höchstpersönlich kümmert!
Neben der Gartenpflege nennt Kevin Voigt das Wohlergehen seiner Gäste sein
liebstes Hobby. Und deshalb macht er auch in seiner Freizeit das, was er am
liebsten tut: Gäste einladen!
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